One moment one story

Jeder Moment erzählt eine Geschichte.

Monat: Dezember 2016

First Son of the Nation

Diese Geschichte habe ich am 05.12.2016 per Skype im Café Cralle vorgelesen. Christian, Claas und ich hatten uns als Thema „Väter und Söhne“ ausgesucht.

First Son of the Nation

Hinter sich hörte er keuchenden, rasselnden Darth Vader Atem. Er rannte und rannte, aber das Geräusch verschwand nicht. Er trug seine Nike Zauberschuhe, er musste doch gewinnen! Auf einmal hörte der Weg auf, ein Abgrund tat sich vor ihm auf. Er hielt an, drehte sich schwer atmend um. Da stand sie. Hillary Clinton. In einem ihrer schrecklichen pinken Kostüme. Ein eingefrorenes Lächeln in ihrem Gesicht. Sie kam auf ihn zu.
„Gib mir deine Hand, Barron. Ich liebe alle Menschen.“
Er wich zurück, verlor das Gleichgewicht und fiel. Sein Mund öffnete sich zu einem Schrei, der nicht aufhören wollte
.

Er wurde geschüttelt. Als er die Augen aufschlug, sah er in die braunen Rehaugen seiner Mutter. Weiterlesen

Yoga – der Weg zum Handstand

Auf besonderen Wunsch eines guten Freundes verfasse ich endlich mal einen Yoga-Beitrag.

Yoga begleitet mich seit zehn Jahren. In dieser Zeit habe ich unterschiedliche Stile, Lehrer, Schulen ausprobiert und mal mehr und mal weniger trainiert. Dieses Jahr bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich definitiv bereit war eine Yogalehrer*innenausbildung zu beginnen. Kann ich deshalb jetzt jede Yoga Asana (Position) perfekt ausführen? Nein! Es gibt manche Asanas die mir leicht fallen, andere die mir an manchen Tagen gelingen und manche bei denen noch ein (langer) Weg vor mir liegt. Aber meine Praxis hat mich gelehrt, geduldig zu sein. Vor drei Jahren habe ich angefangen Kopfstand (Sirsasana) zu üben (als ich mit Jivamukti Yoga angefangen habe). Dieses Jahr habe ich es endlich geschafft auf meinem Kopf zu stehen!

Zur Zeit übe ich besonders intensiv Handstand (Vrikshasana) und Unterarmstand (Pincha Mayurasana). Umkehrhaltungen sind schwierig. Nicht nur weil sie viel Muskelkraft (Arme, Schultern, Bauchmuskeln) erfordern, sondern weil wir in ihnen unsere Welt auf den Kopf stellen! Ich bin noch weit von der Endposition entfernt, aber ich habe eine schöne Vorbereitungsübung gefunden.

1) Beginne im Vierfüßlerstand, die Füße berühren die Wand hinter dir. Die Knie sind unter der Hüfte, die Handgelenke unter den Schultern.


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Zweiter Advent

Es ist tatsächlich schon wieder so weit: Der 2. Advent ist da! Chicago ist inzwischen wunderbar weihnachtlich dekoriert. Lichterketten überall, in Roscoe Village gibt es einen Community Tree und Weihnachtsmärkte gibt es auch. Sogar einen German Christkindelsmarket mit Gluhwein, wie die Amerikaner sagen, Bratwurst, Sauerkraut und Strudel (Moment, ist der nicht österreichisch…?). 

Beim Verlassen des Weihnachtsmarktes wurde ich aufgefordert, meine Tasse auszutrinken – auf der Straße darf man keinen Alkohol trinken. Daran hab ich mich noch nicht gewöhnt, in Berlin war das irgendwie anders…

Im Millenium Park wurde ein riesiger Baum mit bunten Lichtern aufgestellt.

An jedem Freitag Abend findet dort außerdem Christmas Caroling statt. Wechselnde Chöre singen Weihnachtslieder und alle sind eingeladen mitzusingen. Noch habe ich drei Wochen Zeit um die amerikanischen Liedtexte zu lernen… Es war wirklich sehr schön, die Chorleiterin war enthusiastisch und herzlich und es wurden nicht nur christliche Lieder, sondern auch Chanukka Lieder gesungen.

Im Merchandise Mart findet dieses Wochenende der Design Weihnachtsmarkt „One of a kind“ statt. Vom Konzept her so wie das „Holy Shit Shopping“ in Berlin bei dem ich immer tolle Geschenke gefunden habe. „One of a kind“ ist riesig, aber ich fand die Stände etwas enttäuschend. Nicht besonders ausgefallen, zu teuer, ziemlich konservativ. Aber hübsche Ohrringe habe ich gefunden!

Mit diesen Impressionen vom weihnachtlichen Chicago verabschiede ich mich. Ich wünsche euch allen einen schönen zweiten Advent!