One moment one story

Jeder Moment erzählt eine Geschichte.

Autor: Teresa (Seite 1 von 2)

Abschied von Chicago

Weihnachten 2017 entscheiden wir uns. Wir werden unser Chicago Abenteuer früher als geplant beenden und nach Berlin zurückziehen. Warum? Weiterlesen

Alltag: Schwimmbaeder

Bevor ich hierher in die USA gezogen bin, hatte ich einige Vorurteile über Amerika und die Amerikaner. Es ist sehr spannend zu erleben wie diese sich nach und nach als falsch herausstellen… Eins war zum Beispiel dass die Amerikaner uns technologisch weit überlegen sind. Über den Zustand der Infrastruktur (Straßen, Gebäude, etc.) habe ich mir vorher nicht viele Gedanken gemacht (vielleicht zum Glück), aber dazu werde ich nochmal einen extra Post schreiben, denn ich muss mich ständig darueber aufregen. Weiterlesen

Yoga Dharma Talk: Depression

Einige Yogalehrer sprechen während ihrer Klasse gerne über philosophische Fragen, da Yoga nicht in erster Linie ein Sport, sondern eine philosophische Praxis ist. Ich bin noch etwas zögerlich mit solchen Beiträgen, aber neulich habe ich mich bemüßigt gefühlt, am Anfang meiner Stunde einige Worte zum Thema Depression zu teilen.

Vor einigen Wochen ist Chris Cornell (Sänger) gestorben. Er hat sich entschlossen, sein Leben selbst zu beenden. Er litt an Depression. Meiner Meinung nach kann Depression nicht geheilt werden. Es gibt dunklere und hellere Tage im Leben eines depressiven Menschen. Weiterlesen

Den Nachbarstaat entdecken: Welcome to Indy! (Indiana)

Auch wenn Chicago eine tolle Stadt ist, ist es sehr spannend andere Staaten rund um Illinois zu entdecken.

Am letzten Wochenende war kinderfreies Wochenende angesagt!

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Eins, zwei, Polizei…

In letzter Zeit wurde sowohl hier in den USA als auch in Deutschland viel über die hohe Kriminalitätsrate in Chicago berichtet. Im letzten Jahr wurden hier über 700 Menschen getötet. Zum Vergleich: in Berlin wurden 2015 laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) 34 Menschen getötet (Mord, Totschlag, Tod auf Verlangen).

Auch Präsident Trump fürchtet um Chicago. Er hat angedroht, die Nationalgarde nach Chicago zu schicken, falls die örtliche Polizei die Lage nicht in den Griff bekomme. Vielleicht sollte er androhen, selbst zu kommen – ich könnte mir vorstellen, dass das ein effektiveres Drohszenario ist!

Das hört sich ganz schön nach Wildem Westen an, oder? Aber in den Vierteln Chicagos in denen ich mich hauptsächlich aufhalte, spiegeln diese Zahlen überhaupt nicht die Realität wider. Chicago ist eine sehr segregierte (kennt ihr ein gutes, deutsches genau so passendes Wort?) Stadt, das heißt Nationen/Hautfarben leben weitestgehend getrennt voneinander in unterschiedlichen Stadtvierteln. Im Süden leben schwarze Menschen, im Westen hispanische Menschen und im Norden weiße Menschen. Im Süden und im Westen konzentriert sich die Kriminalität. Ich habe diese Viertel noch nicht näher erkundet, habe also noch kein eigenes Bild von diesen Gegenden, aber ich höre leider nur Schlimmes.

Aber in meinem Viertel kann ich mich sehr sicher fühlen. Den Beweis dafür durfte ich gestern erleben:
Ein Polizist fuhr in seinem Wagen die Belmont Street entlang und hat mit großer Ruhe und Sorgfalt einen Parksünder nach dem anderen notiert. Wenn die Polizei Zeit für so etwas hat, dann kann es hier nicht so gefährlich sein…

Wenn Frauen demonstrieren…

Eigentlich hätte der 20.1. ein Freudentag für mich sein sollen, statt dessen war ich deprimiert. Es war endlich soweit: Der neue US-Präsident wurde vereidigt und hat seine Arbeit begonnen. Und zwar genauso schlimm oder noch schlimmer als erwartet… Weiterlesen

First Son of the Nation

Diese Geschichte habe ich am 05.12.2016 per Skype im Café Cralle vorgelesen. Christian, Claas und ich hatten uns als Thema „Väter und Söhne“ ausgesucht.

First Son of the Nation

Hinter sich hörte er keuchenden, rasselnden Darth Vader Atem. Er rannte und rannte, aber das Geräusch verschwand nicht. Er trug seine Nike Zauberschuhe, er musste doch gewinnen! Auf einmal hörte der Weg auf, ein Abgrund tat sich vor ihm auf. Er hielt an, drehte sich schwer atmend um. Da stand sie. Hillary Clinton. In einem ihrer schrecklichen pinken Kostüme. Ein eingefrorenes Lächeln in ihrem Gesicht. Sie kam auf ihn zu.
„Gib mir deine Hand, Barron. Ich liebe alle Menschen.“
Er wich zurück, verlor das Gleichgewicht und fiel. Sein Mund öffnete sich zu einem Schrei, der nicht aufhören wollte
.

Er wurde geschüttelt. Als er die Augen aufschlug, sah er in die braunen Rehaugen seiner Mutter. Weiterlesen

Yoga – der Weg zum Handstand

Auf besonderen Wunsch eines guten Freundes verfasse ich endlich mal einen Yoga-Beitrag.

Yoga begleitet mich seit zehn Jahren. In dieser Zeit habe ich unterschiedliche Stile, Lehrer, Schulen ausprobiert und mal mehr und mal weniger trainiert. Dieses Jahr bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich definitiv bereit war eine Yogalehrer*innenausbildung zu beginnen. Kann ich deshalb jetzt jede Yoga Asana (Position) perfekt ausführen? Nein! Es gibt manche Asanas die mir leicht fallen, andere die mir an manchen Tagen gelingen und manche bei denen noch ein (langer) Weg vor mir liegt. Aber meine Praxis hat mich gelehrt, geduldig zu sein. Vor drei Jahren habe ich angefangen Kopfstand (Sirsasana) zu üben (als ich mit Jivamukti Yoga angefangen habe). Dieses Jahr habe ich es endlich geschafft auf meinem Kopf zu stehen!

Zur Zeit übe ich besonders intensiv Handstand (Vrikshasana) und Unterarmstand (Pincha Mayurasana). Umkehrhaltungen sind schwierig. Nicht nur weil sie viel Muskelkraft (Arme, Schultern, Bauchmuskeln) erfordern, sondern weil wir in ihnen unsere Welt auf den Kopf stellen! Ich bin noch weit von der Endposition entfernt, aber ich habe eine schöne Vorbereitungsübung gefunden.

1) Beginne im Vierfüßlerstand, die Füße berühren die Wand hinter dir. Die Knie sind unter der Hüfte, die Handgelenke unter den Schultern.


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Zweiter Advent

Es ist tatsächlich schon wieder so weit: Der 2. Advent ist da! Chicago ist inzwischen wunderbar weihnachtlich dekoriert. Lichterketten überall, in Roscoe Village gibt es einen Community Tree und Weihnachtsmärkte gibt es auch. Sogar einen German Christkindelsmarket mit Gluhwein, wie die Amerikaner sagen, Bratwurst, Sauerkraut und Strudel (Moment, ist der nicht österreichisch…?). 

Beim Verlassen des Weihnachtsmarktes wurde ich aufgefordert, meine Tasse auszutrinken – auf der Straße darf man keinen Alkohol trinken. Daran hab ich mich noch nicht gewöhnt, in Berlin war das irgendwie anders…

Im Millenium Park wurde ein riesiger Baum mit bunten Lichtern aufgestellt.

An jedem Freitag Abend findet dort außerdem Christmas Caroling statt. Wechselnde Chöre singen Weihnachtslieder und alle sind eingeladen mitzusingen. Noch habe ich drei Wochen Zeit um die amerikanischen Liedtexte zu lernen… Es war wirklich sehr schön, die Chorleiterin war enthusiastisch und herzlich und es wurden nicht nur christliche Lieder, sondern auch Chanukka Lieder gesungen.

Im Merchandise Mart findet dieses Wochenende der Design Weihnachtsmarkt „One of a kind“ statt. Vom Konzept her so wie das „Holy Shit Shopping“ in Berlin bei dem ich immer tolle Geschenke gefunden habe. „One of a kind“ ist riesig, aber ich fand die Stände etwas enttäuschend. Nicht besonders ausgefallen, zu teuer, ziemlich konservativ. Aber hübsche Ohrringe habe ich gefunden!

Mit diesen Impressionen vom weihnachtlichen Chicago verabschiede ich mich. Ich wünsche euch allen einen schönen zweiten Advent!

Alles Käse (2016)

Viele Menschen gewinnen ihr Bild von Polizeiarbeit nur durch Krimis im Fernsehen. Die – nun ja, nicht so ganz der Realität des Polizeialltags entsprechen. Wenn in meinen Geschichten Polizisten eine Rolle spielen, versuche ich daher immer es etwas realitätsnäher zu beschreiben. Inklusive seltsamer Abkürzungen und Beamtensprache 🙂

Alles Käse

Das Telefon vibrierte auf ihrem Nachttisch. Tilda schreckte hoch und griff es bevor es auf den Boden fiel.
„Ja?“
„Es tut sich was auf der TKÜ.“
„Ja, und? Dafür musst Du mich um“, sie blickte auf den altmodisch tickenden Messingwecker. „Drei Uhr morgens wecken? Die haben die letzten Tage schon mehr telefoniert, falls Du es nicht mitbekommen hast.“
„Sie sagen Dinge, die wir nicht ganz deuten können. Und der Sänger ist offensichtlich in den USA.“
„Weiß der Polizeiführer schon davon?“
„Nein, wir verstehen ja nicht alles und…“
„Schon gut. Ich komme. Welcher Dolmetscher ist da?“
„Raif.“
„Er soll Frederic holen.“ Weiterlesen

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