One moment one story

Jeder Moment erzählt eine Geschichte.

Kategorie: Yoga

Meditier mal… oder öfter!

Meditieren ist in aller Munde. Gerade jetzt wo wir durch die Sars CoV2-Epidemie gezwungen sind, viel Zeit zu Hause zu verbringen, bei manchen Konflikte mit Kolleg*innen oder Partner*innen oder Kindern entstehen, brauchen die meisten Menschen simple Mittel und Wege um runterzukommen (ich habe bewusst nicht „einfach“ geschrieben, weil meditieren nicht immer einfach ist).

Ich möchte euch heute eine Basiseinführung ins meditieren geben. Eine Meditation besteht im Wesentlichen darin, mit ganzer Aufmerksamkeit zu beobachten, wie der Atem in den Körper hinein- und wieder aus ihm herausströmt. Die Konzentration auf den Atem ermöglicht es uns zu beobachten, wie in unserem Geist ein Gedanke nach dem anderen entsteht, und wir lernen – wenn wir regelmäßig meditieren – einen Gedanken nach dem anderen ziehen zu lassen. Wir merken, dass Gedanken ohne unser Zutun kommen und gehen, dass wir nicht unsere Gedanken sind. Wir erkennen, dass wir Stress oder schlechte Gefühle empfinden, aber wir geben uns diesen Emotionen nicht hin. Dadurch können wir uns aus Gedankenspiralen befreien und mehr im Hier und Jetzt leben.

Tipps und Hinweise:
– Wähle einen Zeitpunkt an dem du 10 Minuten Ruhe hast. Morgens bevor die Kinder aufstehen oder abends. Stelle dein Telefon auf lautlos, so dass du nicht gestört wirst. Nimm dir ganz bewusst diese Zeit für dich.
– Versuche in diesen zehn Minuten still zu sitzen. Bei jedem drückt oder zwickt es mal, wenn wir einfach zehn Minuten sitzen, aber versuche in dem Sitz, für den du dich entschieden hast, sitzen zu bleiben.
– Manchmal kommen bei der Meditation Gefühle in uns hoch. Unterdrücke sie nicht. Beobachte was dich beschäftigt, aber versuche dann die Gedanken und Gefühle weiterziehen zu lassen. Das kann gelingen, wenn du dich auf deinen Atem konzentrierst.

Also, setzt euch einfach bequem – aber möglichst aufrecht – hin, schaltet meine Aufnahme an und probiert es einfach!

Meditation mit Teresa (10 Minuten)

Vielen lieben Dank an Rembert für ein tolles Audioaufnahmegerät und Schnitt und Überarbeitung!

Yoga Dharma Talk: Depression

Einige Yogalehrer sprechen während ihrer Klasse gerne über philosophische Fragen, da Yoga nicht in erster Linie ein Sport, sondern eine philosophische Praxis ist. Ich bin noch etwas zögerlich mit solchen Beiträgen, aber neulich habe ich mich bemüßigt gefühlt, am Anfang meiner Stunde einige Worte zum Thema Depression zu teilen.

Vor einigen Wochen ist Chris Cornell (Sänger) gestorben. Er hat sich entschlossen, sein Leben selbst zu beenden. Er litt an Depression. Meiner Meinung nach kann Depression nicht geheilt werden. Es gibt dunklere und hellere Tage im Leben eines depressiven Menschen. Weiterlesen

Yoga – der Weg zum Handstand

Auf besonderen Wunsch eines guten Freundes verfasse ich endlich mal einen Yoga-Beitrag.

Yoga begleitet mich seit zehn Jahren. In dieser Zeit habe ich unterschiedliche Stile, Lehrer, Schulen ausprobiert und mal mehr und mal weniger trainiert. Dieses Jahr bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich definitiv bereit war eine Yogalehrer*innenausbildung zu beginnen. Kann ich deshalb jetzt jede Yoga Asana (Position) perfekt ausführen? Nein! Es gibt manche Asanas die mir leicht fallen, andere die mir an manchen Tagen gelingen und manche bei denen noch ein (langer) Weg vor mir liegt. Aber meine Praxis hat mich gelehrt, geduldig zu sein. Vor drei Jahren habe ich angefangen Kopfstand (Sirsasana) zu üben (als ich mit Jivamukti Yoga angefangen habe). Dieses Jahr habe ich es endlich geschafft auf meinem Kopf zu stehen!

Zur Zeit übe ich besonders intensiv Handstand (Vrikshasana) und Unterarmstand (Pincha Mayurasana). Umkehrhaltungen sind schwierig. Nicht nur weil sie viel Muskelkraft (Arme, Schultern, Bauchmuskeln) erfordern, sondern weil wir in ihnen unsere Welt auf den Kopf stellen! Ich bin noch weit von der Endposition entfernt, aber ich habe eine schöne Vorbereitungsübung gefunden.

1) Beginne im Vierfüßlerstand, die Füße berühren die Wand hinter dir. Die Knie sind unter der Hüfte, die Handgelenke unter den Schultern.


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