Jeder Moment erzählt eine Geschichte.

Ankunft in den USA

Nach einer langen, langen Reise mit umsteigen in London-Heathrow und langem Anstehen bei der Einreisekontrolle durfte ich endlich US-amerikanischen Boden betreten. Da ich mit rund 40kg Gepäck plus Kind beladen war, konnte ich mich nicht hinknien und den Boden küssen.

Mit der quietschenden, rumpelnden Metro fuhr ich durch die Vorstädte nach Downtown Chicago. Die temporäre Wohnung empfing mich mit einem grandiosen Blick aus dem 42. Stock. Auf Augenhöhe mit den Wolkenkratzern um mich herum, den Willis Tower (früher Sears Tower) als höchstes Gebäude Chicagos (442 Meter) direkt im Blick. Unter mir rumpeln die Bahnen der “L” entlang, Tag und Nacht.

Am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein die erste Stadterkundung. Eine liebe Kollegin war durch die USA gereist und beendete ihre Reise in Chicago. Da ihr Flug erst nachmittags ging, trafen wir uns zum Frühstück im “Le Pain Quotidien” am Millenium Park. Endlich wieder Cold Brew Coffee und den superleckeren Avocadotoast genießen! Danach den Spielplatz im Millenium Park erkunden. Kein Sandkasten, dafür überall dieser federnde Kunststoff als Bodenbelag. Warum gibt es auf amerikanischen Spielplätzen fast nie Sandkästen? Ich werde versuchen es herauszufinden. Oder weiß das jemand von euch?
Montags fing dann mein Leben als Vollzeit-Mama an – sehr ungewohnt. Aber zum Glück gab es genug zu tun: neues Handy besorgen, Mobilfunkanbieter suchen, einkaufen, Wohnungsanzeigen sichten, Ortskenntnisse verschaffen… Schließlich hatte ich mich als freiwillige Helferin für den bevorstehenden Chicago Marathon gemeldet und musste als Streckenposten meine Nachbarschaft kennen.
Nach einer Woche stand dann eine große Wohnungsbesichtigungstour an. Aber zum spannenden Thema Immobilien werde ich euch in einem extra Beitrag berichten.

Im Vorbeilaufen hatte ich an der Michigan/Ecke Randolph das Kulturzentrum entdeckt. Ein riesiges Gebäude, in dem früher die Bücherei untergebracht war. Heute finden dort Kulturveranstaltungen und Ausstellungen statt. In der Lobby kann man an Tischen sitzen, sich unterhalten, essen oder das Kind zur Unterhaltung aller Anwesenden rumlaufen lassen. So viele Komplimente wie dieses Kind habe ich noch nie an einem Tag erhalten! Eine nette Mitarbeiterin lud uns gleich zum Kinderkonzert ein, der sogenannten Juice Box, die alle zwei Wochen stattfindet. Am Freitag in dieser ersten Oktoberwoche stand eine mexikanische Band, die “Sones de México”, auf dem Programm. Mit allerhand Instrumenten schafften sie es tatsächlich das Publikum, bestehend aus circa 50 Erwachsenen und dazugehörigen Kindern mitzureißen. Es wurde zaghaft getanzt.

Was mir bisher gefallen hat:
Dass ich von meiner Wohnung aus den Lake Michigan sehen kann.
Dass die Stadt nach Schokolade riecht (an manchen Ecken).

Was mir bisher nicht gefallen hat:
Dass sich der Reisekinderwagen nicht mit einer Hand lenken lässt, so dass ich mir keinen Kaffee zum mitnehmen kaufen kann und somit gleich als Nicht-Amerikanerin zu erkennen bin.

Kinderwagenparkplatz

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4 Kommentare

  1. Susi

    Zum fehlenden Sand auf den Spielplätzen wäre meine Vermutung: (übertriebene) hygienische Bedenken der Amerikaner – sollen die Kleinen lieber am Plastik nuckeln als mal 5 Körner Sand im Mund zu haben… ;). Aber, und das ist auf amerikanischen Spielplätzen toll, es gibt fast überall Babyschaukeln.

    • Teresa

      Ja, das mit den Babyschaukeln stimmt!

      Ich habe auch überlegt ob es wegen der Hygiene ist. Aber oft ist so ein Rindenmulch auf den Spielplätzen, den mein Kind natürlich auch gerne in den Mund nimmt. Das finde ich auch nicht hygienischer und eigentlich noch gefährlicher als etwas Sand zu essen…

  2. Unbekannt

    Wer ist eigentlich mit dir im Zug gefahren?

    • Teresa

      Meine kleine Familie 🙂

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